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Kurzgeschichte von Peter Reifegerste

Mein Zuhause

Wenn der Vater mit dem Sohne...

Vater: Sieh mal, Bimbo. Das sind Krokodile, die da im Fluss schwimmen. Und dort drüben, auf der Wiese, galoppiert eine Herde Zebras vorbei. Und! Vorsicht! Da läuft eine Schlange über unseren Weg. Und dort, unter dem Baum, kannst du ihn sehen?

Sohn: Ja, Papi (gähn...)

Vater: Dort unter dem Baum hält der Löwe seinen Mittagsschlaf. Na, ich glaube, wir gehen jetzt lieber nach Hause und machen ein kleines Nickerchen. Was meinst du, kleiner Mann? Du bist bestimmt ganz müde vom vielen Herumlaufen.

Sohn: Nein, nein! Ich habe alles genau verstanden. Das sind Krokodile, die da über die Wiese galoppieren, und das da sind Schlangen, die (gähn...) die unter dem Baum schlafen, und...

Vater: Na komm, mein kleiner Bimbo. Das war heute vielleicht alles ein bisschen zu viel für dich. Morgen ist ja auch noch ein Tag und dann zeige ich dir, wie man...

Plötzlich: ... BRUMMMMMM! ... KNATTER! ... KNATTER!

Vater: Bimbo! Komm schnell zu mir hier ins Gebüsch!

Sohn: Bist du auch müde, Papi?

Vater: Nein... ich meine doch... ja, natürlich. Papi ist auch schrecklich müde (gääääääähnt völlig übertrieben) und will sich etwas ausruhen. Aber wir müssen ganz leise sein, sonst stören wir...

Sohn:... die Schlangen und die Krokodile?

Vater: Ja, die auch. Aber wir wollen auch die Leute nicht stören, die da gerade im Jeep angefahren kommen. Es ist besser, wenn sie uns nicht sehen und wir Mucksmäuschen still sind. Kannst du das, Bimbo?

Sohn: Natürlich kann ich das. Ich bin doch kein Elefantenbaby mehr. Aber ich kann auch schon ganz schön laut trompeten. Willst du mal hören?

Vater: (SCHOCK!!... PANIK!!) Psssssssssst! Das kannst du bestimmt ganz toll, aber wir wollen doch die Leute nicht erschrecken, die fürchten sich sonst vor dir.

Sohn: Genau. Die denken dann bestimmt. Oooooooohhh, da kommt ja ein riiiiiiiiesiger Elefant angelaufen, nech Papi?

Vater: Genau, mein Kleiner...

Touristin:... Ach was, das haben wir doch schon alles. Uns fehlt nur noch ein Geschenk für meine Freundin Jane. Die wird vor Neid erblassen, wenn wir ihr z.B... Ja genau! Wenn wir ihr einen Aschenbecher aus echtem Elfenbein mitbringen - natürlich von einem selbsterlegten Elefanten. Ja, das hört sich doch nach etwas an. Was meinst du, Joe?

Tourist:Ja, Sweetheart.

Sohn: Papi, was meint die Frau damit?
Vater: Pssssssssst, sie dürfen uns nicht bemerken.

Touristin: Oh, das ist ja unerträglich heiß in dieser Karre! Und dieses ewige Geschaukel! Einfach grässlich!

Tourist: Ja, sicher Darling.

Touristin: Was ist denn jetzt Joe? Wann schießt du uns denn nun endlich einen dieser fetten Dinger? Das kann doch nicht so schwer sein! Was sagt denn unser "Tarzan" dazu (mit abfälligem Blick zum einheimischen Scout)

Scout: Ich heißen Jamal, Madam. Sie müssen haben Geduld. Wir bestimmt sehen gleich Elefant...

Touristin: Ach, Geduld! Geduld! Das höre ich nun schon den ganzen Tag von dir. Meine Geduld ist groß aber nicht unendlich. Schließlich bezahle ich dich ja, damit wir was Anständiges vor die Flinte kriegen. Nun sag doch auch mal was dazu, Joe!

Tourist: Ja, Sweetheart.

Touristin: Oh nein! Hör' mal Joe! Jane ist ja Nichtraucherin. Das fehlt mir ja gerade noch. Jetzt habe ich gar kein Geschenk für sie!

Plötzlich bewegt sich etwas im Gebüsch...

Touristin: Da!... Joe!... Da!... Schieß! Ja, nun schieß doch endlich!

Tourist: Wo?... Wo ist der Elefant? Ich seh' keinen!

Sohn: Papi, will der Mann auf uns schießen? (Schluck...)
Vater: Nein Bimbo. Er kann uns nicht sehen. Wir haben uns gut versteckt.

Touristin: Doch keinen Elefanten! Die Schlange da meine ich! Oh nein, jetzt ist sie weg! Die war so toll gemasert. Das wäre eine irre Tasche geworden!

Tourist: Aber du hast doch schon eine Tasche aus...

Touristin: Ich kann ja schließlich nicht alles alleine machen. Oder soll ich jetzt auch noch das Schießen übernehmen?

Tourist: Nein, natürlich nicht. Aber du hast doch schon eine Tasche aus Schlangenleder. Warum willst du denn noch eine?

Touristin: Das ist mal wieder typisch Mann. Eine Frau kann gar nicht genug Taschen haben! Aber du hörst mir ja nie zu.

Scout: Madam, und wie wären es mit Krokodil?

Touristin: Ihhhhhhh, Krokodile, diese ekeligen Dinger kann ich nicht ausstehen. Aber warte mal, vielleicht gar keine so schlechte Idee.

Tourist: Aber Darling, eine Tasche aus Krokodilleder hast du doch auch schon von mir bekommen. Warum willst du denn nun...

Touristin: Mein lieber Joe! Davon habt ihr Männer nun mal überhaupt keine Ahnung, was eine Frau so alles braucht. Wenn es nach dir gehen würde, müsste ich immer noch in meinem Verlobungskleid herumlaufen.

Tourist: Aber Darling (grins), das passt dir nun wirklich nicht mehr... (?? Oh, scheiße...)

Touristin:(Zornig!) Was willst du denn damit sagen, hä?

Tourist: Äh... ich meine... das ist doch schon so lange her und...

Touristin: Ich weiß noch ganz genau, wie lange das her ist. Das war schließlich der schönste Tag in meinem Leben (Na ja, wenigstens der Wichtigste...)

Scout: Mister!... Madam!... Bitte sehen! Da, Tiger!

Tourist: KNALL!... BUMM!... PENG!... (Joe ballert völlig orientierungslos um sich)

Sohn: Papi! Ich habe Angst!
Vater: Sei unbesorgt, er kann uns nicht sehen.

Touristin: Hast du ihn, Joe? Hast du ihn abgeknallt?

Tourist: Ich weiß nicht... das Gewehr muss einen schiefen Lauf haben.

Touristin: Schiefer Lauf? Das Ding ist nagelneu! Jetzt erzähl' hier kein Jägerlatein Freundchen! Das ist ja lächerlich!

Tourist: Ich versteh' das nicht. Kimme, Korn, alles hat genau gestimmt...

Touristin: Das ist genau das Problem, mein Lieber! Du hast ja schon den ganzen Morgen diese Flasche am Hals. Kein Wunder wenn du nicht mal das fette Ding triffst, auch wenn's dir genau vor die Flinte läuft.

Tourist: Also die paar Schluck Gin, die können mir doch nichts anhaben. Ich bin doch schließlich ein erfahrener Großwildjäger und...

Touristin: Großwildjäger? Pah! Das ich nicht lache! Ein Schürzenjäger vielleicht! Ach, was rede ich denn da. Da stellst du dich ja noch blöder an.

Tourist: Jetzt bist du aber wirklich ungerecht, Sweetheart.

Touristin: Wann hast du denn schon mal einen richtigen Treffer gelandet, hä? Du weißt doch gar nicht, wie das geht.

Scout: Madam, wir bestimmt noch sehen Elefanten...

Touristin: Ach, halt den Mund, Tarzan...

Scout: Ich heißen...

Touristin: Ja, ja, ich weiß, "ich heißen Jamal, Madam" (was für'n bescheuerter Name). Du bist sowieso an allem Schuld, uns hier in eine total tote Gegend zu führen. Joe, bring mich auf der Stelle weg von hier! Ich kann diesen Kerl und diese Einöde keine Sekunde länger mehr ertragen...

Tourist: Ja, Sweetheart.

... BRUMMM!... KNATTER!

Vater: So, Bimbo. Jetzt können wir aus unserem Versteck herauskommen.

Sohn: Hast du auch noch Angst, Papi?

Vater: Nur noch ein kleines bisschen. Aber wir müssen vorsichtig sein. Diese Leute mit ihren Gewehren sind sehr gefährlich.

Sohn: Und wenn sie zurück kommen? Müssen wir uns dann wieder verstecken?

Vater: Tja, das kann schon sein.

Sohn: Aber Papi, wir können uns doch nicht immer verstecken... wir sind doch hier zu Hause...

ANIMALS AMNESTY siehe auch
CD: ANIMALS AMNESTY

DEEP IN DESPAIR ©

aus ANIMALS AMNESTY

© Hinweis: Kurzgeschichte / Novelle / Autor: Peter Reifegerste. Alle hier angezeigten Werke sind urhebergeschützt. Sie dürfen nur für den persönlichen Gebrauch verwendet werden. Jede Form der Vervielfältigung, Vermietung, Aufführung oder Verbreitung ist nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Autors erlaubt.


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Für die meisten der hier vorgestellten Dienstleistungen, ist Sylvia Reifegerste als Autorin verantwortlich. Sie hat diese über viele Jahre hinweg entwickelt und erstmals 2008 hier veröffentlicht, mit dem Ziel, den neuen Zeitgeist und den Bewusstseinswandel zu unterstützen. Sie verstarb im Juli 2016 mit fast 62 Jahren. Die Mitarbeiterinnen des United-Spirit-Center.com Teams wurden von ihr ausgebildet und arbeiten mit den hier vorgestellten Methoden. Wir danken diesem besonderen Menschen für eine großartige Hinterlassenschaft und werden ihre Arbeit und Botschaft in ihrem Sinne weiter führen und in die Welt hinaus tragen.